Newsletter 2006 - 01

Newsletter von April und Mai

Hi an Alle. Ich sitze hier in Herrnhut und denke zurück. Hinter mir liegen 10 Wochen Einsatz in Nepal und Indien, 3 Wochen in denen ich zuhause war und davon erzählte und 5 Wochen der SOSM einer Schule für strategische Mission. Vor mir liegt ein vierwöchiger Einsatz in Nürnberg, die restlichen 5 Wochen der SOSM und die nächste Jüngerschaftsschule.

Der Nepal / Indien Einsatz

Aber lasst mich von Vorn anfangen. Anfang Januar verließ unser neunköpfiges Team Deutschland. Nepal war unser Ziel. Dort bleiben wir insgesamt 6 Wochen. Vier Wochen verbrachten wir im Dschungel von Westnepal, wo wir eine junge Gemeinde besuchen und unterstützen konnten. In dieser Zeit haben wir alle viel von dieser Gemeinde in einem Hindudorf gelernt. Auch wenn sie es nicht einfach haben ist ihnen Jesus das Wichtigste im Leben. Wir konnten medizinische Einsätze in ein Dorf in der Nähe machen und die Gemeinde ermutigen.
Weiter ging es nach Kathmandu, der Hauptstadt von Nepal. Dort beteten wir, besuchten verschiedene Arbeiten von Jugend mit einer Mission und Gemeinden. Es war zwar eine kurze Zeit von nur 2 Wochen, aber Gott hatte viel an uns getan und uns als Team näher zusammen gebracht.
Mit vier Wochen in Kalkutta (Indien) schlossen wir unseren Einsatz ab. Dort konnten wir zusammen mit den Mitarbeitern von Jugend mit einer Mission vor Ort arbeiten. Da wir im lauten Zentrum der Stadt eine Unterkunft hatten, hatten wir alle mit Krankheit zu kämpfen. Eine Woche lang waren die 2 anderen Leiter des Teams krank und ich musste allein Leiten. Das war für mich eine Herausforderung, aber ich hab sehr viel dabei gelernt. Kennt ihr das, oft fängt man erst an eine Sache wirklich richtig zu machen, wenn es keinen Anderen mehr gibt, der sie übernehmen könnte. Zum Ende der Zeit ging es allen wieder besser (danke für eure Gebete) und wir hatten eine gute Woche der Entspannung und Auswertung des Einsatzes in Goa, einem Urlaubsgebiet am indischen Ozean.

Die Zeit zuhause ...

... war nach dem vielen Einsatzstress teilweise entspannend, teilweise auch stressig. Ich hatte viel damit zu tun das Video von unserem Einsatz fertig zu bekommen. Oft saß ich nächtelang da und schnitt Videomaterial. Ich hatte viel Zeit mit meiner Familie und besuchte auch einige Jugendgruppen in der Umgebung um ihnen vom Einsatz zu erzählen. Es war schön zu sehen, dass sich viele für die Sache interessierten und bewegt davon waren was ich so erzählte. In der letzten Woche kam mich dann Sarah (meine Freundin) besuchen, lernte meinem Familie kennen und half mir bei einigen Vorträgen in Gemeinden. Danach fuhren wir zu zweit zu ihren Eltern und von dort zurück nach Herrnhut.

Wieder mal lernen ...

... heisst es jetzt, denn am 22. April hat hier im Zentrum die "Schule für I strategische Mission" begonnen. In dieser Schule lernen wir viel darüber wie wir effektiv Mission machen können. Welche Rolle die Leute, die in 0 einem anderen Land sind und dort Gottes Reich bauen und welche Rolle die Leute, die hier sind und sie unterstützen spielen. Welche Rolle spielt die Gemeinde, welche Rolle spielen die verschiedenen Missionsorganisa- tionen? Wie können wir effektiv mit Gemein- den zusammenarbeiten und das große Ziel den Missionsbefehl aus Matthäus 28 erfüllen? Es wurde auch viel über Weltanschauung geredet. Wusstet ihr zum Beispiel, dass unsere Art wie wir die Bibel verstehen oft vom humanistischen, westlichen Gedankengut geprägt ist und wir deshalb viele Sachen anders auslegen als sie gemeint sind? Ich hab zum Beispiel festgestellt, dass ich oft Werte habe, die ich zwar nicht so ausspreche, aber nach denen ich handle, die überhaupt nicht biblisch sind. Vieles was wir gelernt haben hat mir nicht direkt Antworten auf Fragen geben - Durch vieles wurde ich eher herausgefordert wieder nachzudenken und mir die richtigen Fragen zu stellen bevor ich etwas anfange. Ich bin gespannt auf die kommende Zeit. Bis jetzt ist es echt gut aber auch anstrengend, vor allem weil wir am Morgen Lehre haben und am Nachmittag unsere normale Arbeit machen. Oft bin ich echt schlapp und ausgepowered, aber das gehört eben mal dazu.

Die WM ...

... rückt näher und wir wollen dieses wichtige Ereignis nicht verpassen. Zusammen mit kick-off, einem Zusammenschluss aus Gemeinden und Missionswerken, die die Zeit der Fussball WM nutzen wollen um durch Straßenevangelisation den Menschen von Jesus zu erzählen, gehen wir dieses Wochenende nach Nürnberg. 4 Wochen lang werden wir dort mit keinen Teams durch die Straßen laufen, Konzerte und andere Aktionen machen. Unser Ziel ist es, zu sehen, dass sich die Nummer von Christen in Nürnberg verdoppelt und auch viele ausländische Besucher von Jesus hören. Ich wünsche mir, dass viele Leute durch unsere Arbeit zusammen mit den Gemeinden vor Ort einen großen Schritt weiter zu Jesus kommen, dass sie während oder nach der WM Christen in ihrem Umfeld finden denen sie sich anschließen können und die sie entweder zum Glauben oder im Glauben weiterführen. Ich will sehen, wie die Nürnberger Gemeinden wachsen und wie sie anfangen in ihre Stadt zu gehen. Die WM ist eine perfekte Gelegenheit, mehr zu machen, als man wahrscheinlich zu jeder anderen Zeit in Nürnberg machen kann. Bitte betet mit für Nürnberg und auch für die anderen WM Städte, in denen auch Teams von Kick-off sind und evangelisieren.

Und dann?

Nach der SOSM (ab November) plane ich eine Jüngerschaftsschule mit dem Schwerpunkt Video und Film zu starten. Die Video Jüngerschaftsschule soll ein Teil der normalen Jüngerschaftsschule sein. Ich hoffe, dass sich 4-6 Studenten dafür melden, die dann ein bisschen zusätzliche Lehre bekommen und mit mir und meinem Team viel praktisches ausprobieren und mir sozusagen über die Schulter schauen. Genaueres hab ich mir bis jetzt noch nicht überlegt. Bitte betet mit mir, dass Gott mir zeigt, wie ich das ganze machen soll und dass die richtigen Leute kommen.

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  • Simeon Wetzel
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